Ohne Shi Shi

Kreative Friseurkunst auf hohem Niveau

Shora Shakiba und Andreas Steinke

Was ist das besondere an Junge Köpfe?
Shora: Ungewöhnlich ist sicherlich, dass wir ein sehr junges Team sind, das motiviert und kreativ arbeitet.

Was heißt jung?
Shora: Die älteste Mitarbeiterin ist 32, übrigens 2 Meister und 6 Top Stylisten.

Was meint der Chef?
Andreas: Wichtig ist zu erwähnen, dass hinter Junge Köpfe die Idee steht, gute Qualität zu einem bezahlbaren Kurs anzubieten, beispielsweise für Studenten, junge Familien und Auszubildende. Und in Zusammenarbeit mit Cabelo ist uns das gelungen.

In der Regel kommen also junge Menschen zu Euch?
Shora: Nein, das kann ich so nicht sagen. Zu uns kommen Menschen allen Altersklassen.

Mich interessiert natürlich auch, ob Ihr viele Campus-Kunden habt.
Shora: Klar. Wir haben viele Stammkunden, die hier in den Praxen und Büros arbeiten und schnell mal in der Mittagspause rüberkommen.

Ist ja auch praktisch. Wie viele Salons habt Ihr?
Andreas: Insgesamt drei. Hier am Campus, am Ludgerikreisel und am Hüfferstift.

Und wie viele Angestellte?
Hier sind es 11. Insgesamt sind es 27.

Worauf achtet Ihr eigentlich, wenn Ihr Auszubildende einstellt? Was ist wichtig?
Andreas: Noten stehen bei uns nicht an erster Stelle.

Das klingt schon mal gut.
Andreas: Ja. Viel wichtiger ist uns, das du Lust auf den Umgang mit Menschen hast, empathisch bist und dem Kunden zuhören kannst. Alles andere kann man lernen.

Wie viele Auszubildende habt Ihr in diesem Jahr?
Shora: Drei.

Erzählt mal, wie sieht das klassische Haar-Styling á la Junge Köpfe aus?
Shora: Unser Style ist modern, lässig und natürlich. Dauerwellen bieten wir z.B. gar nicht mehr an.
Andreas: Man könnte es vielleicht auch so zusammenfassen: Wenn der Kunde aus dem Salon geht und man nicht sieht, dass er beim Friseur war – dann haben wir unser Ziel erreicht.

Im Wonnemonat Mai wird viel geheiratet. Welche Frisur trägt die Braut in diesem Jahr?
Shora: Die meisten Frauen wünschen sich eine sehr natürlich lockere Frisur und dazu ein dezentes Make-up. Strenge Knoten und Brettfrisuren mit viel Haarspray sind längst passe´.

Was natürlich alle Bräute wissen möchten: Macht Ihr Hausbesuche?
Shora: Natürlich machen wir dann Hausbesuche. An einem so wichtigen Tag lassen wir die Braut nicht allein und machen alles, damit sie sich wohl fühlt.

Andreas, Du hast mir erzählt, dass Ihr eine sehr geringe Fluktuation habt. Was ist das Geheimnis Deiner Mitarbeitermotivation?
Andreas: Mmh, ich glaube, es liegt daran, dass wir untereinander ein Verhältnis auf Augenhöhe haben, unabhängig von der Position. Außerdem bieten wir unseren Mitarbeitern viel an und kümmern uns auch um ihre Gesundheit.

Das ist nicht selbstverständlich.
Andreas: Stimmt, doch wir möchten eben mehr anbieten als nur einen Arbeitsplatz.

Was macht Ihr im Gesundheitsbereich?
Andreas: Wir arbeiten z.B. mit einem Ernährungsberater zusammen und bei Bedarf können sich unsere Mitarbeiter von einem Physiotherapeuten massieren lassen, wenn es in der Schulter zwickt.

Was noch?
Andreas: Außerdem besuchen wir gemeinsam Messen, bieten regelmäßig Weiterbildungen an oder fahren mit den Azubis mal in einen Freizeitpark.

Shora, trägt der Chef jetzt dick auf oder ist das wirklich so?
Nein, nein. Es ist wirklich so. Untereinander haben wir alle ein gutes Verhältnis. Klar, gibt es auch mal Stress, doch unterm Strich ist die Atmosphäre hier echt locker und die Arbeit macht Spaß.
Andreas: … was sich auch auf die Kunden überträgt.

Eine Frage zwischendurch: Darf ich auch meinen Hund zum Termin mitbringen?
Ja, kein Problem.

Was sind die zukünftigen Herausforderungen für die Friseur-Branche?
Andreas: Ich glaube, die Kunst in der Zukunft besteht daran, immer einen gewissen Liftstyle mitanbieten zu können. Ganz wichtig natürlich auch Mitarbeiter finden und binden, Preise am Markt durchsetzen und entsprechend Gehälter zahlen können.

Seit wann seid Ihr am Campus?
Andreas: Wir gehören zu den ersten Mietern, seit August 2008 sind wir hier.

Was sind die Vorzüge vom Germania Campus?
Andreas: Für mich ist der Campus wie ein kleiner Stadtteil. Wir fühlen uns hier wirklich sehr wohl. Für die Geschäfte ist es toll, dass hier viele Parkplätze sind. Der Campus ist Mal was Anderes. Hier hast du Luft zum Atmen, hier kennst du die Leute, kannst immer einen kleinen Snack halten und im Winter gibt es eine Eisbahn. Ist doch super.

Was fehlt Dir am Germania Campus?
Andreas: Ehrlich?

Klar.
Mir fehlen gemeinsame Veranstaltungen, um sich einem breiteren Publikum zu zeigen, den Menschen aus der Stadt. Das wäre es toll.

Noch eine Frage zum Schluss. Was sagt Ihr eigentlich zu der Frisur von Donald Trump, welchen Tipp möchtet Ihr ihm geben?
Wenn das Toupet mal weg wäre und die Farbe raus, könnten wir dann vielleicht noch was retten. Man sieht bei Mister Trump, wie wichtig Haare grundsätzlich sind. Siehe auch die frühere Angela Merkel.