Anders als gedacht.

Concunia Steuerberatung

Christian Trost

Steuerberater und Partner bei Concunia GmbH

Steuerberater tragen graue Anzüge, sind humorlos und reine Zahlenmenschen. Kurzum, Steuerberater sind graue Mäuse. 
Herr Trost, in jedem Klischee, heißt es, liegt ein Körnchen Wahrheit. Was ist dran?
Wie Sie sehen, trage ich heute einen blauen Anzug und graue Socken. Abgesehen davon würde ich mich als einen lebensfrohen und humorvollen Menschen beschreiben, der nicht zum Lachen in den Keller geht. Es trägt ja auch nicht jeder Taxifahrer eine schwarze Lederjacke. …aber vielleicht weiche ich ja vom Durchschnitt ab.

Ok, der erste Punkt geht an Sie. Wie sieht es mit dem Zahlenmenschen aus? Sind Sie einer?
Ja schon. Wenn man als Steuerberater nicht mit Zahlen umgehen kann, sollte man die Finger davonlassen. Das ist vergleichbar mit einem Arzt, der kein Blut sehen kann. Allerdings ist der Berufsstand des Steuerberaters im Wandel und der zweite Teil der Berufsbezeichnung, also der „Berater“ nimmt an Bedeutung zu. Somit sind neben den Zahlen und andere Fähigkeiten, – wie z. B. Business Coaching sowie IT Kenntnisse für die voranschreitende Digitalisierung – gefragt.

Auf Ihrer Website steht unter Karriere, dass Sie Steuerberater mit Humor suchen. Scheinbar ist das eine Kombination, die nur schwer zu finden ist?
Das weiß ich nicht. Doch wer hier arbeiten möchte, sollte definitiv Humor und eine positive Grundeinstellung mitbringen.

Galgenhumor?
Nein, um Gottes Willen.

Warum dann?
Warum? Ganz einfach. Mit Humor geht alles besser. Einen Großteil unseres Lebens verbringen wir mit Arbeiten. Deshalb ist es uns wichtig, dass wir neben aller Ernsthaftigkeit auch Spaß im Büro und am Leben haben.

Was macht Concunia aus?
Genau das, was ich gerade beschrieben habe. Wir sind Experten, wenn es um Rechts- und Steuerberatung wie auch Wirtschaftsprüfung geht und legen gleichzeitig großen Wert auf eine gewisse Leichtigkeit. Ich glaube, dass schätzen unsere Mandanten an uns.

… und als Arbeitgeber?
Eigenlob stinkt, finde ich.

Nur ein bisschen (grinse).
Ich wage mal zu behaupten, dass wir aufgrund unserer sehr flachen Hierarchien und offenen Türen ein gutes Betriebsklima haben. Von Ellenbogenmentalität halten wir gar nichts. Ganz im Gegenteil. Bei uns sind besonders Querdenker mit Herz und Verstand willkommen.

Wann wurde Concunia gegründet?
2008.

Dann gehörte die Concunia zu den ersten Mietern am Campus?
Ja, richtig. Angefangen haben wir damals mit 5 Leuten und einigen noch leer stehenden Büros. Diese haben wir in 2009 bereits voll besetzt gehabt.

Im letzten Winter hat die Concunia im Haus die Büroräume von Seidel & Friends übernommen.
Wir wollten eben schon immer Büros mit einer großen Dachterrasse haben. Und als klar war, dass Seidel & Friends ausziehen, haben wir sofort zugeschlagen.

Ich muss zugeben, dass die Aussicht hier oben echt schön ist.
Finde ich auch. Aber Scherz bei Seite. Wir haben inzwischen so viele Mitarbeiter und entsprechende Raumnot. Sie können sich vorstellen, dass wir froh sind, eine so schöne Lösung gefunden zu haben.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie insgesamt?
Gute sechzig, verteilt auf mehrere Standorte.

Der Beruf Steuerberater hat nicht unbedingt ein cooles Image. Haben Sie Nachwuchsmangel?
Wir können uns nicht beklagen. Vielen Praktikanten von der Uni oder FH gefällt es bei uns so gut, sodass sie nach dem Studium direkt mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag starten.

Neben dem guten Betriebsklima, was bieten Sie Ihren Arbeitnehmern außerdem?
Ich denke, der schöne Bürostandort spricht für sich. Hinzu nehmen wir gemeinsam an Sportveranstaltungen teil oder besuchen jetzt zum Beispiel auch die Skulptur Projekte 2017 und schippern mit der MS Günther über den Kanal.

Bilden Sie auch aus?
Sicher. Kaufleute für Büromanagement und Steuerfachangestellte.

Ich denke schon die ganze Zeit darüber nach, welche Bedeutung das Wort „Concunia“ hat. Können Sie das beantworten?
Es ist eine Mischung zwischen dem lateinischen „konfidere“ = Vertrauen sowie dem griechischen „pecunia“ = Werte / Geld.

Wie finden denn Ihre Kunden eigentlich den Standort Germania Campus?
Super gut. Zum einen ist unser Büro gut zu erreichen und zum anderen finden die Mandanten es sehr bequem, dass nebenan das schöne Factory-Hotel ist, falls man mal in Münster übernachten muss.

Was fehlt Ihnen am Germania Campus?
Ein Glasfaserkabel. Das wäre wirklich wichtig. Denn wir sind auf eine schnelle Datenübertragung angewiesen und die Datenmengen werden durch Webinare und Videokonferenzen weiter zunehmen.

Und sonst?
Sonst sind wir wirklich sehr zufrieden. Doch, einen Tipp hätte ich noch. Ich finde, zum Campus würde gut eine kleine Brauerei für Craft-Bier passen, allein wegen der Historie.

Eine Frage zum Abschluss: Wenn ich an den Beruf des Steuerberaters denke, muss ich schon gähnen. Was ist eigentlich das tolle an Ihrem Job?
Steuergesetze pauken ist sicherlich nicht aufregend, doch Menschen zu beraten und somit zu helfen, das macht mich persönlich sehr zufrieden. Es ist ein schönes Gefühl, wenn sich Menschen mir anvertrauen und ich Ihnen durch meine Beratung weiterhelfen kann.